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Umsatzsteuerrechner

Umsatzsteuer berechnen — netto, brutto, fertig

Betrag eintippen, Land und Mehrwertsteuersatz wählen, Ergebnis ablesen. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz — mit den amtlichen Sätzen, mit 0 % für Kleinunternehmer und individueller Satz.

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Umsatzsteuer 2026: Wichtige Änderungen im Überblick

Was in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktuell gilt — jeweils mit der Fundstelle im Gesetz. Die Angaben wurden gegen den amtlichen Gesetzestext geprüft.

Deutschland

Gastronomie: 7 % auf Speisen, 19 % auf Getränke

gilt seit 1. Januar 2026

Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen unterliegen dem ermäßigten Steuersatz von 7 %. Ausgenommen ist die Abgabe von Getränken — dafür gilt weiterhin der Regelsatz von 19 %. Wer in der Gastronomie abrechnet, muss Speisen und Getränke auf der Rechnung deshalb getrennt ausweisen.

§ 12 Abs. 2 Nr. 15 UStG · Umsatzsteuergesetz, § 12 (gesetze-im-internet.de)

Kleinunternehmer: 25.000 € und 100.000 €

Als Kleinunternehmer gilt, wer im vorangegangenen Kalenderjahr nicht mehr als 25.000 € Umsatz hatte und im laufenden Jahr 100.000 € nicht überschreitet. Wird die Grenze von 100.000 € unterjährig gerissen, endet die Befreiung sofort — ab diesem Umsatz ist Umsatzsteuer auszuweisen.

§ 19 UStG · Umsatzsteuergesetz, § 19 (gesetze-im-internet.de)

Photovoltaik: Nullsteuersatz

Für die Lieferung und Installation von Solarmodulen samt Speicher gilt ein Steuersatz von 0 %, wenn die Anlage auf oder in der Nähe von Wohngebäuden oder öffentlichen Gebäuden betrieben wird. Anders als bei einer Steuerbefreiung bleibt der Vorsteuerabzug des Lieferanten erhalten.

§ 12 Abs. 3 UStG · Umsatzsteuergesetz, § 12 (gesetze-im-internet.de)

Österreich

Kleinunternehmergrenze: 55.000 €

In Österreich sind Umsätze von Kleinunternehmern steuerfrei, solange sie 55.000 € nicht übersteigen — im vorangegangenen Kalenderjahr nicht und im laufenden Jahr noch nicht. Die Regelung gilt auch für Unternehmen, die von einem anderen Mitgliedstaat aus tätig sind.

§ 6 Abs. 1 Z 27 UStG 1994 · Umsatzsteuergesetz 1994, § 6 (RIS, Bundeskanzleramt)

Schweiz

Mehrwertsteuersätze: 8,1 %, 3,8 % und 2,6 %

gilt seit 1. Januar 2024

Die Schweiz erhebt einen Normalsatz von 8,1 %, einen Sondersatz für Beherbergung von 3,8 % und einen reduzierten Satz von 2,6 % — Letzterer unter anderem auf Lebensmitteln, Medikamenten, Büchern und Zeitungen. Abgerechnet wird in Franken.

Art. 25 MWSTG · Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV

Die Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt keine steuerliche Beratung. Maßgeblich ist allein der jeweils geltende Gesetzestext.

Wissenswertes zur Umsatzsteuer

Die beiden Formeln

  • Netto → Brutto
    Brutto = Netto × (1 + Steuersatz)
    100 € × 1,19 = 119 €
  • Brutto → Netto
    Netto = Brutto ÷ (1 + Steuersatz)
    119 € ÷ 1,19 = 100 €
  • Steuerbetrag
    Umsatzsteuer = Brutto − Netto

Der häufigste Denkfehler

Von einem Bruttobetrag 19 % abzuziehen führt zum falschen Ergebnis. Aus 119 € werden so 96,39 € statt der richtigen 100 €. Grund: Die 19 % beziehen sich immer auf den Nettobetrag. Aus dem Brutto wird die Steuer deshalb herausgeteilt, nicht abgezogen.

Merkhilfe: Der Steueranteil im Bruttobetrag beträgt bei 19 % rund 15,97 % und bei 7 % rund 6,54 %.

Rundung

Der Rechner arbeitet intern mit ungerundeten Werten und rundet erst die Ausgabe kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen. Netto und Steuerbetrag ergeben deshalb immer exakt den Bruttobetrag — auf Rechnungen entstehen sonst Ein-Cent-Differenzen.

Steuersätze in DE, AT und CH

Land Regelsatz Ermäßigt Währung
Deutschland 19 % 7 % Euro
Österreich 20 % 13 % · 10 % Euro
Schweiz 8,1 % 3,8 % · 2,6 % Franken

Die Schweizer Sätze gelten seit dem 1. Januar 2024. In der Schweiz heißt die Steuer Mehrwertsteuer (MWST), in Deutschland und Österreich amtlich Umsatzsteuer.

Wo 0 % gilt

Ohne Umsatzsteuer rechnen unter anderem Kleinunternehmer nach § 19 UStG. Auch bei innergemeinschaftlichen Lieferungen und beim Reverse-Charge-Verfahren wird keine deutsche Umsatzsteuer ausgewiesen — dort geht die Steuerschuld auf den Empfänger über. Diese Fälle brauchen einen Hinweis auf der Rechnung.

Mehrwertsteuersätze in der EU

Die Regelsätze aller 27 Mitgliedstaaten im Vergleich. Der Durchschnitt liegt bei 21,9 %. Am höchsten ist er in Ungarn mit 27 %, am niedrigsten in Luxemburg mit 17 %.

Regelsatz der Mehrwertsteuer je EU-Mitgliedstaat, absteigend sortiert
Mitgliedstaat Regelsatz
Ungarn
27 %
Finnland
25,5 %
Dänemark
25 %
Kroatien
25 %
Schweden
25 %
Estland
24 %
Griechenland
24 %
Irland
23 %
Polen
23 %
Portugal
23 %
Slowakei
23 %
Italien
22 %
Slowenien
22 %
Belgien
21 %
Lettland
21 %
Litauen
21 %
Niederlande
21 %
Rumänien
21 %
Spanien
21 %
Tschechien
21 %
Bulgarien
20 %
Frankreich
20 %
Österreich
20 %
Deutschland
19 %
Zypern
19 %
Malta
18 %
Luxemburg
17 %
Alle Sätze im Detail, auch die ermäßigten
Mitgliedstaat Regelsatz Ermäßigte Sätze
Ungarn 27 % 5 % · 18 %
Finnland 25,5 % 10 % · 13,5 %
Dänemark 25 %
Kroatien 25 % 5 % · 13 %
Schweden 25 % 6 % · 12 %
Estland 24 % 9 % · 13 %
Griechenland 24 % 4 % · 6 % · 13 % · 17 %
Irland 23 % 9 % · 13,5 %
Polen 23 % 5 % · 8 %
Portugal 23 % 6 % · 13 % · 16 % · 22 %
Slowakei 23 % 5 % · 19 %
Italien 22 % 4 % · 5 % · 10 %
Slowenien 22 % 5 % · 9,5 %
Belgien 21 % 6 % · 12 %
Lettland 21 % 5 % · 12 %
Litauen 21 % 5 % · 12 %
Niederlande 21 % 9 %
Rumänien 21 % 11 %
Spanien 21 % 4 % · 10 %
Tschechien 21 % 12 %
Bulgarien 20 % 9 %
Frankreich 20 % 0,9 % · 1,05 % · 2,1 % · 5,5 % · 8,5 % · 10 % · 13 %
Österreich 20 % 4,9 % · 10 % · 13 % · 19 %
Deutschland 19 % 7 %
Zypern 19 % 3 % · 5 % · 9 %
Malta 18 % 5 % · 7 %
Luxemburg 17 % 3 % · 8 % · 14 %

Aufgeführt sind ermäßigte und stark ermäßigte Sätze einschließlich regionaler Sonderregelungen — deshalb zeigen manche Länder mehr Sätze, als im Alltag gebräuchlich sind. Nicht aufgeführt sind Parking-Sätze und Steuerbefreiungen.

Quelle: Europäische Kommission, Taxes in Europe Database (TEDB). Stand der Sätze: 1. Juli 2026, abgerufen am 17. August 2026. Die Angaben in der Datenbank stammen von den Finanzministerien der Mitgliedstaaten.

Häufige Fragen zur Umsatzsteuer

Warum sind in 100 € brutto nicht 19 € Umsatzsteuer enthalten?

Weil sich die 19 % auf den Nettobetrag beziehen, nicht auf den Bruttobetrag. Bei 100 € brutto sind 84,03 € netto und 15,97 € Umsatzsteuer enthalten: 84,03 € × 1,19 ergibt wieder 100 €. Wer aus einem Bruttobetrag die Steuer herausrechnen will, teilt durch 1,19 statt 19 % abzuziehen.

Wann gilt 7 % und wann 19 % Umsatzsteuer?

Der Regelsatz beträgt 19 % und gilt für die meisten Lieferungen und Leistungen. Der ermäßigte Satz von 7 % gilt unter anderem für Grundnahrungsmittel, Bücher und Zeitschriften, den Personennahverkehr und kulturelle Veranstaltungen. Welcher Satz im Einzelfall gilt, regelt § 12 UStG mit der Anlage 2.

Wie rechne ich brutto in netto um?

Den Bruttobetrag durch 1 plus Steuersatz teilen. Bei 19 % also durch 1,19, bei 7 % durch 1,07. Die Differenz zwischen Brutto und Netto ist der Umsatzsteuerbetrag.

Ist Umsatzsteuer dasselbe wie Mehrwertsteuer?

Umgangssprachlich ja. Das Gesetz kennt nur den Begriff Umsatzsteuer; Mehrwertsteuer ist die im Alltag und auf Kassenbons übliche Bezeichnung für dieselbe Steuer. Auf Rechnungen ist die Bezeichnung Umsatzsteuer korrekt.

Welche Steuersätze gelten in Österreich und der Schweiz?

In Österreich beträgt der Normalsteuersatz 20 %, daneben gibt es ermäßigte Sätze von 13 % und 10 %. Die Schweiz rechnet seit dem 1. Januar 2024 mit einem Normalsatz von 8,1 %, einem Sondersatz für Beherbergung von 3,8 % und einem reduzierten Satz von 2,6 %. In der Schweiz heißt die Steuer Mehrwertsteuer (MWST) und wird in Franken abgerechnet.

Für wen gilt die Kleinunternehmerregelung?

In Deutschland gilt als Kleinunternehmer, wer im vorangegangenen Kalenderjahr nicht mehr als 25.000 € Umsatz hatte und im laufenden Jahr 100.000 € nicht überschreitet (§ 19 UStG). Wird die Grenze von 100.000 € unterjährig gerissen, endet die Befreiung sofort — ab diesem Umsatz ist Umsatzsteuer auszuweisen. In Österreich liegt die Grenze bei 55.000 € (§ 6 Abs. 1 Z 27 UStG 1994).

Was gilt für Kleinunternehmer nach § 19 UStG?

Kleinunternehmer weisen keine Umsatzsteuer aus und stellen mit 0 % aus. Dafür dürfen sie auch keine Vorsteuer abziehen. Auf der Rechnung gehört ein Hinweis auf die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG. Im Rechner entspricht das dem Steuersatz 0 %.

Alle Angaben ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Der Rechner ersetzt keine steuerliche Beratung — bei Zweifelsfällen hilft die Steuerberatung oder das Finanzamt weiter.

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